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«Aufbruch in die Zeit nach COVID-19»


Was ist wirklich wichtig?

Nach einer Normalität, wie wir sie kennen, brauchen wir uns nicht mehr zurückzusehnen. Sie hat in dieser Form ausgedient.

Eine Krise hat die Macht, das Leben ins Wirkliche zu drehen, zu zeigen, was wichtig ist und was nicht - und wer ein wirkliches Gegenüber ist. Das Wort Krise stammt aus dem Altgriechischen und steht für eine "Beurteilung" oder "Entscheidung". Womit geklärt sein sollte, was im Moment zu tun ist. Wir müssen...

...erstens die Lage beurteilen und dazu möglichst viele kompetente Stimmen hören.

...zweitens Entscheidungen treffen, wie wir in Zukunft weitermachen sollen.

...drittens unsere Handlungs und Denkmuster auseinander dividieren, um dann zu entscheiden, von welchen dieser Muster wir uns in Zukunft besser trennen.

Damit sind wir an einer Weggabelung angekommen und ich stehe mit viel Bange im Herzen und trockener Kehle vor den verschiedenen Hinweisschildern. Aber an der verdammten Weggabelung, an der wir jetzt sind, geht es um nicht weniger als um die radikale Neudefinition von Normalität.

Route eins: Beharren
Dieser Weg spricht alle an, die gerne an alten Gewohnheiten und Selbstbildern festhalten. Für die ersten paar Meter hat dieser Weg auch durchwegs seine Verlockungen. Denn wir haben ja jetzt wegen diesem "Aas von einem Virus" eine Delle in unserer Wirtschaftsleistung. Somit haben wir die Auflage, das ganze Raffen und Schaffen jetzt logischerweise noch härter und rücksichtsloser zu betreiben. Wir setzen unseren Körper weiterhin unter Stress. Chronischer Stress wiederum führt zu Verdauungsstörungen, zu Nervosität und Anfälligkeit für Infektionen.

Route zwei: Kontrolloffensive
Wir erleben derzeit, dass Expertengremien definieren, was Vernunft ist. Mit der daraus abgeleiteten Logik stehe ich häufig auf Kriegsfuss. Die sogenannte Expertenelite, die die Wirtschaft vollkommen unproportional schädigt bis hin zu einer existenziellen Bedrohung. Auch wenn dieser Weg so scheinbar zielgerade durch die Landschaft pflügt, befällt mich Unbehagen, wenn ich gegen den näheren Horizont blicke. Denn sehr kahl wird die Landschaft dort, sehr öde, ganz ohne jedes Leben.

Route drei: Werterevolution
Ich betrachte nun den Weg zu dieser Hinweistafel genauer. Eigentlich wirkt er noch ziemlich frisch, wenig ausgebaut. Da liegt auch noch eine Menge Zeug im Weg. Aber wenn ich der dezent angedeuteten Kontur mit dem Auge folge, scheint die Landschaft immer belebender. Hier will ich entlang gehen.

Könnte es passieren, dass wir uns neu erfinden und von der Ausnahmesituation beflügeln lassen? Die Architektur unseres Lebens ändert sich beständig. Bisweilen ändert sie sich auch radikal. Mit COVID-19 haben wir wieder so einen globalen Schlüsselmoment, der bis in die abgelegensten Ecken unseres Alltags hineinwirkt. Statt uns einfach dem Drang zum Status quo ante hinzugeben, sollten wir uns die Freiheit nehmen, selbst zu entscheiden, was wir wirklich zu einem guten Leben brauchen. Die Zeit nach der Krise muss eine Phase der neuen Ideen, Lebens- und Businessmodelle sein.

Autor: Reto Vacchelli | Kommentare/Feedbacks an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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